Wenn der Unruhestand zum schöpferischen Antrieb wird
Der 81-jährige Ur-Finsterwalder Hans-Dieter Unkenstein habe sich ständig für die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr in der Sängerstadt eingesetzt und sich mit besonderem Engagement um den Aufbau des Finsterwalder Feuerwehrmuseums gekümmert. Sein Einsatz habe das Museum über die Landesgrenzen hinaus bekannt gemacht, heißt es weiter. Feuerwehrruhestand gibt es für Hans-Dieter Unkenstein nicht. Die Feuerwehr ist sein Leben. Unkenstein: „Sie heiratet die Feuerwehr mit“ „Wenn sie mich heiratet, heiratet sie auch die Feuerwehr mit, war meiner Frau klar, als es 1966 zum Traualtar ging“, schmunzelt der Ehemann, Vater und Großvater. Die schöpferische Unruhe treibt ihn bis heute an. So war er gerade erst zu einer Beratung der Feuerwehrmuseen Deutschlands in Fulda und im Oktober zur Internationalen Fachtagung der AG Feuerwehrhistorik im Schloss Pribyslav, wo er einen Vortrag über die Geschichte der Motorisierung der Finsterwalder Feuerwehr hielt. Seit zehn Jahren bereichert er die AG mit seinem Wissen. Verbände ins Rollen gebracht Die Laudatio, die auf ihn zur Auszeichnungsveranstaltung gehalten wird, kann nicht alles in Worte fassen, was das Feuerwehrleben von Hans-Dieter Unkenstein bis heute ausgemacht hat. Die nüchterne Vita allein ist erstaunlich. Seit 1956 ist er Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Finsterwalde und nimmt in den Folgejahren an zahlreichen Qualifizierungsmaßnahmen teil. 1968 wird er stellvertretender Wehrleiter, ist amtierender Amtsleiter, bevor er 1980 Wehrleiter der Finsterwalder Feuerwehr wird. 1990 gehört Unkenstein zu den tatkräftigen Gründern des Kreisfeuerwehrverbandes und engagiert sich für die Gründung des Landesfeuerwehrverbandes e.V. , in dessen Vorstand er gewählt wird und bis 1999 tätig ist. Ruheständler im Unruhestand Hans-Dieter Unkenstein befindet sich in direkter Folge zum Namensgeber der Ehrenmedaille seiner Heimatstadt. Nur Louis Schiller war als Mitbegründer der Finsterwalder Wehr in der langten Reihe der Feuerwehrgranden länger Wehrleiter in Finsterwalder als Unkenstein. In den zurückliegenden Jahren galt das Engagement des Ruheständlers im Unruhestand vor allem dem Finsterwalder Feuerwehrmuseum. Viele Bürger kennen das Feuerwehrmuseum noch im Vorderschloss, in der ehemaligen Feuerwehrzentrale von Finsterwalde, wo nach dem Umbau im Schloss heute das moderne Bürgerbüro der Stadt eingerichtet ist. Ein neues Domizil musste her und fand sich mit der Remise der ehemaligen Habermann‘schen Fabrikantenvilla in der Schlossstraße, Von Anfang an nahm Unkenstein mit der AG Feuerwehrhistorik Einfluss auf den denkmalgerechten Ausbau zum Museum, die Einrichtung und Gestaltung. Im Januar 2013 konnte Einweihung gefeiert werden. Historie der Feuerwehr festgehalten Mit Stolz führt Hans-Dieter Unkenstein Besucher durch die Finsterwalder Feuerwehrhistorie mit zahlreichen besonderen Exponaten, „auch wenn die Räume für all unsere Exponate nicht ausreichen“. Der Feuerwehrenthusiast, der neben anderen Ehrungen 2013 mit dem Slowenischen Feuerwehrorden in Gold, Stufe 1, geehrt wurde, war bis 2015 langjähriger Leiter des Fachausschusses Traditionspflege des Landesfeuerwehrverbandes Brandenburg und gehört dem Gremium weiter als Ehrenvorsitzender an. Mit zahlreichen publizistischen Beiträgen hat Hans-Dieter Unkenstein die Historie der Finsterwalder und regionalen Feuerwehr festgehalten. Gerade arbeitet er an einer Broschüre über herausragende Persönlichkeiten der Finsterwalder Feuerwehr. Geschichten: Von ernst bis traurig Viele Geschichten aus seinem aktiven Feuerwehrleben weiß Hans-Dieter Unkenstein zu erzählen. Humorvolle Episoden wie die vom „Kragenscheißer“ aber auch ernste und traurige, wenn von gefährlichen Einsätzen, von verheerenden Waldbränden, von Toten und Verletzten und von schlimmen Verkehrsunfällen die Rede ist. Hans-Dieter Unkenstein und Dieter Pätzold werden am 9. Dezember beim Jahresempfang der Stadt, der Stadtwerke und Wohnungsgesellschaft mit der Ehrenmedaille von Finsterwalde geehrt. (Jürgen Weser)

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