

Im Janusz-Korczak-Heim in Görlitz freute man sich kürzlich über ein neues Puppenhaus. In vielen Stunden Handarbeit gebaut von Häftlingen in der JVA Görlitz. »Eines unser Freizeitangebote ist ein Handarbeitskurs. Irgendwann haben sich die Häftlinge gewünscht, etwas Gutes zu tun und etwas für andere zu bauen«, erzählt Antonia Oese. Die Studentin für soziale Arbeit hat ein Praktikum im Verein für Straffälligenhilfe Görlitz gemacht und arbeitet dort jetzt ehrenamtlich. Der Verein ist bei seiner Arbeit auf ehrenamtliche Helfer angewiesen, sucht derzeit wieder Unterstützer. Die können den Verein und damit straffällige Menschen bei verschiedenen Projekten unterstützen, etwa bei einem Handarbeitskurs, einem Spielenachmittag, dem Kurs »kreatives Gestalten« (alle in der JVA) oder beim Freizeittreff für ehemalige Häftlinge (in den Vereinsräumen). »Wir sind aber auch für neue Ideen offen, wer sich einbringen will, kann sich jederzeit melden«, sagt Sozialarbeiterin Lucyna Mitorski. So gab es zum Beispiel mal einen Yogakurs und eine Bücherrunde, in der über Literatur diskutiert wurde. Man muss aber kein Yogalehrer oder Literaturexperte sein, um zu helfen. Auch an anderer Stelle drückt bei der Straffälligenhilfe momentan ein wenig der Schuh. »Wir suchen Skatspieler«, erklärt Antonia Oese. Jeden Donnerstag ab 14.45 organisiert der Verein einen Freizeittreff für ehemalige Häftlinge in den Vereinsräumen auf der Hotherstrasse 31. Dort ist das Kartenspiel beliebt, allerdings fehlt oft ein dritter Spieler. Wer also gern mal eine Runde Skat kloppt, kann im Freizeittreff vorbeischauen. Weitere Infos gibt’s auf www.straffaelligenhilfe-goerlitz.de oder unter 03581/311827.