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Niesky. An der Erweiterung der Unterkunft für Asylbewerber hält der Landkreis fest.
Bereits im Februar diesen Jahres demonstrierten Menschen in Niesky gegen die geplante Erweiterung des Asylheims.
Bild: cj
Das ist Fazit nach der Einwohnerversammlung, wie Oberbürgermeisterin Katrin Uhlemann auf Nachfrage bestätigt. Demnach sollen 80 Plätze an der Fichtestraße in Containern bereit gestellt werden. Bisher beträgt die Kapazität 98 Plätze. Die Gemeinschaftsunterkunft war mit Stand Februar mit 56 Männern belegt, also nicht ausgelastet. Die Einwohnerversammlung sollte "einen strukturierten, transparenten und konstruktiven Austausch" ermöglichen, hieß es zuvor in einer Erklärung der Stadt. Journalisten wurden jedoch für die Teilnahme an der Versammlung ausgeschlossen. Reibungslos lief das Ganze nicht ab, wie im Nachhinein klar geworden ist. Wie Katrin Uhlemann sagt, "haben wir nicht mit so vielen Teilnehmern gerechnet." Das führte aufgrund des Sicherheitskonzeptes dazu, dass nach Angaben von Teilnehmern rund 100 Menschen anfangs nicht in den Versammlungsaal gelassen wurden. Aus Protest verließ der Großteil der Einwohner, die reingelassen wurden, deshalb den Saal. Dann sei entschieden worden, das Format zu ändern, so die OB. Nieskyer durften rein, sodass nach Schätzungen um die 350 Bürger da gewesen sind. Außerdem meldeten sich nach Angaben der OB zwei Versammlungen im Vorfeld an. Vor Ort und in regionalen Internetforen wird an der geplanten Erweiterung des Asylheims viel Kritik geübt. Unterschriften gegen das Heim wurden gesammelt und es gab eine Demonstration im Februar. Die evangelische Brüdergemeinde und das "Bündnis mit Herz" forderten dagegen in einem Brief an Ministerpräsident Michael Kretschmer Unterstützung ein, um unter anderem auf dem Weg für Lösungen, das Sicherheitsgefühl und den Zusammenhalt in der Stadt wieder zu stärken. Wann die Erweiterung kommt, ist offen.