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Geschenk geht in Flammen auf

Kurz nach der Bescherung ist in Glashütte das Geschenk für einen 18-Jährigen in Flammen auf gegangen. Feuerwehrleute eilten in den Ortsteil Cunnersdorf. In einer Garage gegenüber einem Wohnhaus in einem Grundstück an der Langen Straße stand ein Opel Corsa (Baujahr 2004) in Flammen.

Foto: Feuerwehr Glashütte / Repro: Daniel Förster
„Das Auto war ein Geschenk für meinen Sohn, der zwei Tage vor Weihnachten 18 Jahre alt geworden ist und bald den Führerschein macht“, erzählt der 43-jährige Eigentümer Mirko Schaarschmidt. „Der Wagen war schick, hatte erst 85000 Kilometer runter. Ich hatte ihn für 300 Euro gekauft und noch etwa 700 Euro reingesteckt, u.a. für eine neue Stoßstange und ihn neu lackiert.“

Die Familie – die Eltern und ihre vier Söhne (6, 16, 18 und 19 Jahre alt) - hatte am Abend Weihnachten gefeiert. Begeistert von der Technik hatte sich der zweitälteste, der sich auch noch kurz vor Weihnachten bei einem Verkehrsunfall das Sprunggelenk gebrochen hatte und auf Krücken ging, nach der Bescherung in das aufgemotzte Auto, das er hätte bald fahren sollen, gesetzt. „Er wollte einfach mal wissen, wo, was bedient wird. Er hatte das Radio ausprobiert, das Blinklicht und das Fernlicht eingeschalten.“ Knapp drei Stunden später schreckte der Vater hoch. „Es funkelte draußen, ein Lichtschein, vor dem Haus war es auf einmal taghell“, berichtet er. „Der Strom fiel aus.“ Die Sicherung kam, weil die Elektrik in der Garage schmorte.“

Über den Notruf alarmierte er die Feuerwehr. Die war schnell da: Die Cunnersdorfer mit einem Tragkraftspritzenfahrzeug (mit Wasser) sowie die Glashütter Kameraden mit dem Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug, dem Löschgruppenfahrzeug und dem Mehrzweckfahrzeug. Der Versuch selber zu löschen, sei gescheitert, weil er ohne Strom die Pumpe nicht anwerfen konnte. Das Feuer konnte sich glücklicherweise nicht enorm ausbreiten. „Der Sauerstoff in der Garage war bald aufgebraucht und ich hatte das Tor zugelassen.“ Das hatte erst die Feuerwehr bei ihrem Löschangriff aufgemacht. Die Feuerwehr löschte mit Schaum und hatte die Flammen flink erstickt. Doch an dem Pkw, der offenbar durch einen technischen Defekt Feuer gefangen hatte, war Totalschaden entstanden. Auch die Behausung sowie abgestellte Gerätschaften wie Schneeschieber, Kanister usw. wurden stark beschädigt. „Auch die Elektrik ist hinüber.“

Bei allem Unglück bewies der Vater zu Heiligabend noch Humor und sagte mit einem Augenzwinkern zu seiner Familie: „Ihr wolltet doch weiße Weihnachten.“ Und zeigte auf den Schaum, den das Netzmittel, das die Feuerwehr dem Wasser zusetzt hatte, hinterließ und der den Hof nach den Löscharbeiten bedeckte. „Die Feuerwehr war schnell zur Stelle. Das hat wunderbar geklappt“, lobt Mirko Schaarschmidt die Ehrenamtlichen, die ihm zu Heiligabend flink geholfen hatten. (df)


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