

Daran ließ eine kürzliche Zusammenkunft von Architekten, Bauphysikern und Forschenden des Leipziger Helmholtzinstituts mit Vertretern von Denkmalschutz und dem in Jahnishausen ansässigen Schlossförderverein Accademia Dantesca keinen Zweifel. »Den letzten Förderantrag haben wir im Dezember gestellt«, berichtet Vereinsvorsitzende Inka Engler.
Wegen des ausstehenden Doppelhaushaltes des Landes Sachsen rechnet sie aber vor Juli 2025 mit keiner Entscheidung. »Die Gelder sind dringend nötig, um in dem einstigen Domizil von Sachsens König Johann die letzten Risse im Mauerwerk zu schließen, die Innenwände mit Putz zu versehen und die Fußböden wieder einzuziehen«, so die engagierte Vereinsvorsitzende. Dringend sollte auch die sogenannte Außenhülle des Gebäudes geschlossen werden, um zu verhindern, dass eindringende Feuchtigkeit die bisherigen Arbeiten wieder zunichtemacht.
Seit Beginn der Sanierungsarbeiten 2017 hatten sich zahlreiche unerwartete Baustellen im Inneren des Schlosses aufgetan. Erst im vergangenen Jahr haben Mitarbeiter des Helmholtzinstituts Leipzig den Hausschwamm erfolgreich mittels Radiowellen bekämpft – ein ganz neues Verfahren zur ökologischen Sanierung alter Bausubstanz, welches in Jahnishausen erprobt wird. Vorgesehen ist für die nächsten Jahre angesichts der großen baulichen und finanziellen Herausforderungen zunächst nur eine Sommernutzung der sanierten Räumlichkeiten.