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Brandanschlag auf Hentschke Bau in Berlin

Bautzen/Berlin. Zum wiederholten Mal wurde ein Brandanschlag auf die Firma Hentschke Bau verübt. Diesmal traf es eine Baustelle in Berlin-Adlershof. Die Geschäftsführung sieht eine Gefahr der Verharmlosung und wird deutlich.
Archivbild. Ein ähnlich großer Bagger wurde vor zwei Jahren auf einer Baustelle in Leipzig angezündet.

Archivbild. Ein ähnlich großer Bagger wurde vor zwei Jahren auf einer Baustelle in Leipzig angezündet.

Bild: Hentschke Bau

In der Nacht von Montag auf Dienstag wurde ein Brandanschlag auf eine Baustelle der Hentschke Bau in Berlin-Adlershof verübt, wo die Firma derzeit eine neue Fuß- und Radwegbrücke über eine Gleisanalage baut. Zu Schaden kam ein Bagger der Marke Kobelco.

 

Viele Verfahren zu den Anschlägen wurden eingestellt

 

Für das Bautzener Bauunternehmen ist es bereits der achte Brandanschlag in der jüngsten Vergangenheit. Immer wieder wurden Baugeräte, Fahrzeuge und einmal die Firmenzentrale des Unternehmens in Bautzen attackiert. Sechs der sieben Ermittlungsverfahren wurden inzwischen eingestellt, teilt das Unternehmen mit. "Wir sehen die Gefahr, dass die permanente Gewalt nicht nur gegen unser Unternehmen zur Gewohnheit wird. In den Medien und in der öffentlichen Debatte werden derartige Anschläge zunehmend verharmlost. Es wird der Eindruck erweckt, als sei es normal, dass Baustellen und Bauunternehmen immer wieder Ziel von Gewalt werden", kritisiert die Geschäftsführung der Hentschke Bau und ergänzt: "Wenn Gewalttäter nicht ermittelt und Sachbeschädigungen als kleine Jugendsünde abgetan werden, verharmlosen wir Gewalt und ermutigen die Täter", macht das Bauunternehmen deutlich.

Bei dem Vorfall in Berlin sei zwar der Sachschaden relativ gering, weil der Brand schnell unter Kontrolle gebracht werden konnte, der betroffene Bagger müsse jedoch erst wieder instandgesetzt werden, so die Einschätzung der Verantwortlichen.

Aufgrund von politischen Differenzen und veröffentlichten Bekennerschreiben aus der Szene, werden die Brandanschläge im linksextremistischen Raum vermutet.


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