pm/ck

Spezialführungen zu »Lohengrin«

Dresden / Graupa. Passend zur Aufführung von Richard Wagners »Lohengrin« an der Dresdner Semperoper können Interessierte am Entstehungsort der Oper mehr über das Werk erfahren.

Jagdschloss Graupa.

Jagdschloss Graupa.

Bild: Jens Dauterstedt

Anlässlich der »Lohengrin«-Aufführungen an der Semperoper Dresden bieten die Richard-Wagner-Stätten Graupa zwei Spezialführungen zur Wagner-Oper am Ort ihrer Entstehung an. Unter dem Titel »Schwellenwerk Lohengrin: Zwischen politischer Botschaft und romantischer Verklärung« nähert sich Musikwissenschaftler Tom Adler am 30. März und 6. April, jeweils ab 10 Uhr, dem großen Schlussstein der deutsch-romantischen Oper auf unterhaltsame Weise.

Nach dem in Graupa entstandenen »Lohengrin« brach Richard Wagner mit allen Konventionen der Oper und wandte sich mit dem Dramenzyklus »Der Ring des Nibelungen« seinem gesellschaftskritischen Opus magnum zu. Dennoch begegnen dem Publikum bereits im »Lohengrin« politische Botschaften, die dem Geiste des »Revolutions-Wagners« entsprechen. Knapp drei Jahre nach den ersten musikalischen Skizzen zu seiner Oper »Lohengrin« im Sommer 1846 in Graupa musste er Hals über Kopf aus dem Dresdner Elbtal fliehen. Der junge Komponist hatte sich am revolutionären Mai-Aufstand 1849 beteiligt und begab sich ins Exil nach Zürich. Mit im Gepäck hatte er seinen »Lohengrin«, der 1850 in Weimar uraufgeführt wurde.

 

Sonderausstellung geplant

 

Die beiden Spezialführungen sind die ersten Vorboten der kommenden Sonderausstellung zum Lohengrin-Jubiläum vom 23. Mai bis 21. September 2025 in den Richard-Wagner-Stätten Graupa. Im 175. Jahr der Uraufführung ist diese Schau eine zeichensetzende Zusammenarbeit zwischen dem Entstehungsort Graupa und der Premierenstadt Weimar. Studierende der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar betrachten das nationale Moment des Werkes im Kontext der Europäischen Revolution 1848/49. Kuratiert wird die neue Sonderausstellung von Nina Noeske (Weimar) und Tom Adler (Graupa).


Meistgelesen