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Zu Besuch in der Teddyklink

Guben. Am Naëmi-Wilke-Stift öffnet vom 9. bis 11. April wieder die Teddyklinik ihre Pforten für rund 400 Schul- und Vorschulkinder aus der Region.

 

Pius ist schon mehrmals mit seinem Teddy in der Teddyklinik gewesen und weiß, wie alles funktioniert.

Pius ist schon mehrmals mit seinem Teddy in der Teddyklinik gewesen und weiß, wie alles funktioniert.

Bild: Wilke-Stift/S. Donath

Die Mädchen und Jungen durchlaufen mit ihren kuscheligen »Patienten« eine echte Kliniksituation. Angefangen bei der Teddy-Anmeldung, gehen sie mit ihnen zur Untersuchung. Nach der Diagnose erhalten die Teddys eine fachgerechte Behandlung. Die Teddy-Eltern werden beraten – auch bezüglich gesunder Ernährung und Bewegung - und bekommen ein Rezept für die Teddy-Apotheke, wo es die passenden »Medikamente« gibt.

Was sich hier so spielerisch anhört, hat einen ernsten Hintergrund. Die Kinder erleben und erfahren Themen wie Gesundheit, Vorsorge, Untersuchung und Behandlung. »Die Kinder werden in der Außenperspektive als begleitende Teddyeltern im realistischen Umfeld des Krankenhauses vertraut mit den Lebensbereichen Ärzte, Krankenhaus und Krankenwagen. Somit verlieren sie hoffentlich ihre manchmal bereits vorhandenen Ängste und Hemmungen vor einem Arzt- oder Klinikbesuch. Im eigenen Ernstfall erinnern sie sich dann etwas weniger gestresst – im Sinne: Ich war mit meinem Teddy schon einmal in einem Krankenhaus und das war gar nicht so schlimm«, erklärt Dr. med. Sabine Mogwitz, Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie.

»Und bei manchem Kind erwacht vielleicht auch bereits jetzt der Wunsch, selbst einmal im medizinischen Bereich tätig zu werden.«


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