

Wenn es um neue Schulden des Staates geht, hören wir oft das Argument, das schade der jüngeren Generation. Unsere Kinder müssten das zurückzahlen. In der Tat: Staatsschulden gehen zu Lasten derer, die in diesem Land Steuern zahlen.
Aber – die Frage ist – was bürden wir unseren Kindern eigentlich auf, wenn wir heute nicht handeln? Auch das hätte Konsequenzen, welche die Jüngeren ausbaden müssten. Zwei Beispiele:
Eine wärmere Welt. Jede Tonne Kohlenstoffdioxid, die durch die Verbrennung von Öl, Gas und Kohle ausgestoßen wird – egal wo – lässt die Lufttemperatur steigen. Die Folgen auch in der Lausitz: längere stärkere Hitzewellen, Waldbrände und auch ein höheres Risiko für Überschwemmungen.
Zweites Beispiel: Eine leichte Beute. Wenn wir heute nichts ändern – angesichts der neuen US-Regierung – machen wir uns zur leichten Beute für Länder, die antidemokratisch sind und ihr Staatsgebiet vergrößern wollen.
Die Geschichte lehrt, dass eine starke Armee, moderne Waffen und schlagkräftige Verbündete vor einem Angriff dritter Staaten schützen. Aus diesem Grund brauchen wir heute eine neue Strategie zur Landesverteidigung.
Beide Beispiele zeigen: Schutz kostet Geld.
Schulden sind dafür da, eine notwendige Investition zu finanzieren, obwohl nicht genug zurückgelegt worden ist – für den Ernstfall. Deswegen sind neue Schulden für mehr Klimaschutz und Schutz vor Angriffen dritter Staaten notwendig. Das schulden wir unseren Kindern.
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